grischconsulta Blog


Juni 2021

BergAnsichten: Wem sollen Bergbahn-Unternehmen gehören?

Kommentar von Edgar Grämiger in Internationale Seilbahn-Rundschau 2/2021 ISR

Wem sollen Bergbahnunternehmen gehören? Privaten oder der Öffentlichen Hand?  An wen sollen sie verkauft werden dürfen?

Es gibt keine Standard-Antworten, doch die Leidenschaft der Diskussion zeigt, dass Bergbahnen mehr sind als industrielle Produktionsstätten, welche sich hinter anonymen Firmenfassaden verbergen. Bergbahnen sind mit der Landschaft verbunden und symbolisieren häufig ein Stück «daheim». Also kann schon einmal von «Ausverkauf der Heimat» die Rede sein, wenn Bergbahnen ihre Besitzer wechseln.

(mehr …)

März 2021

Der TFA MeetingPoint Bergbahnen / Tourismus zeigt erstmals die extremen wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns für die alpinen Destinationen im Ländervergleich.

Download Analyse grischconsulta: Hier klicken

Weil das jährliche Zusammentreffen der Branchenkolleginnen- und kollegen am TFA Tourismusforum Alpenregionen nicht möglich war, fand am 30. März 2021 der Austausch für einmal nicht „oben am Berg“, sondern auf einer virtuellen Bühne statt. Rund 250 Teilnehmende aus der Bergbahn- und Tourismusbranche verfolgten den länderübergreifenden Online-Event.


Querschnittsbild zeigt sehr unterschiedliche Auswirkungen in den alpinen Destinationen

Bergbahnunternehmungen und die gesamte alpine Tourismuswirtschaft stehen vor happigen Herausforderungen nach einer Wintersaison mit – je nach Region – Ertragsausfällen von 30% – 99% bei den Bergbahnen und noch grösseren Rückgängen oder sogar Totalausfällen in der Hotellerie und Gastronomie. Für viele Betriebe in den alpinen Destinationen Deutschlands, Österreichs, Südtirols und der Schweiz geht es um das wirtschaftliche Überleben.

TFA Gründer Roland Zegg hat zum internationalen Branchenaustausch am Ende der Wintersaison per Video eingeladen. Die Live-Interviews mit einem bunten Ensemble von Tourismusunternehmern und Verbandsspitzen aus Garmisch-Partenkirchen, Zell am See, Lech, Dolomiten / Südtirol, Arosa und St. Moritz sowie Schweizer Seilbahnverband illustrieren ein eindrückliches Bild, wie es der Bergbahn- und Tourismusbranche am Ende dieses Winters geht.

Das Querschnittsbild durch den Alpenraum mit Umsatzeinbrüchen bei den Bergbahnen von 25% (Schweiz) bis 99% (Dolomiti Superski) im Winter 2020/21 und Nächtigungsentwicklungen von plus 30% (Arosa im Sommer 2020) bis minus 97% (Bundesländer Tirol und Salzburg im Winter 2020/21) zeigt, welch tiefe Spuren und welche Unterschiede die Covid-19 Krise nach nur einem Jahr hinterlässt.

(mehr …)

März 2021

BergAnsichten: Alte und neu entdeckte Werte

Kommentar von Edgar Grämiger in Internationale Seilbahn-Rundschau 1/2021 ISR

WIR DÜRFEN HOFFEN, dass der Winter 2020/21 für lange Zeit der letzte „Pandemiewinter“ bleiben wird. Doch welche alpine Normalität erwartet uns nach dieser Ausnahmesituation? Eine Tatsache ist wohl unbestritten: Nach Corona ist nicht vor Corona. Was sich im alpinen Tourismus verändern wird, kann in fünf Thesen zu Gästebedürfnissen und fünf Handlungsfeldern für Bergbahnen und Destinationen zusammengefasst werden:


These 1: Erhöhtes Sicherheitsbedürfnis und erhöhte Hygienestandards werden für längere Zeit bleiben. Unabhängig vom Erfolg der Impfungen und der damit verbundenen Herdenimmunität wird der Gast für lange Zeit ein höheres Sicherheitsbedürfnis haben. Für einen Großteil werden Abstand halten können, mehr Platz in den Kabinen und Sauberkeit zu klaren Muss-Kriterien.

(mehr …)

Februar 2021

Härtefallentschädigung in der Schweiz – kantonale Unterschiede in der Umsetzung


Der Blogeintrag basiert auf den am 16.02.2021 gültigen gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen für Härtefallentschädigungen. Diese gesetzliche Grundlagen sind Stand 30.03.2021 nicht mehr gültig.


von Edgar Grämiger, Michael Hartmann, Shirin Luchsinger

Die Auseinandersetzung mit der bislang bekannten kantonalen Umsetzung der Härtefallentschädigung zeigt, dass die Umsetzung je nach Kanton sehr unterschiedlich ist.

Die seitens der Leistungsträger im Raum stehenden Forderungen an den Bund, nach einer Senkung der Mindestvoraussetzungen und nach einer Aufhebung der Obergrenzen, scheinen ihre Berechtigung zu haben. Dies nicht zuletzt, um zu verhindern, dass in den Bergkantonen verschiedene Zusatzmassnahmen umgesetzt werden müssen, welche zu einer längerfristigen Wettbewerbsverzerrung führen könnten.

Zum gewünschten Inhalt springen:

Ausgangslage

Bei einer verordneten Schliessung über längere Zeit oder einem grossem Umsatzausfall aufgrund der Pandemie, ist die Deckung der Fixkosten nicht sichergestellt. Mit den Härtefallentschädigungen bieten Bund und Kantone ein Instrument, Unternehmen zu unterstützen, welche besonders unter der aktuellen Situation zu leiden haben.

Die Härtefallentschädigung setzt sich gemäss den Vorgaben des Bundes aus zwei Massnahmen zusammen:

1) Sofortmassnahme: Dies sind à fonds perdu-Beiträge, bei welchen den Unternehmen ein einmaliger Zuschuss überwiesen wird.

2) Solidarbürgschaft: Der Bund und der jeweilige Kanton bürgen gemeinsam zu 100%, wenn eine Unternehmung ein Darlehen bei einer Bank in Anspruch nimmt. Der Zinssatz wird von den Kantonen festgelegt.

(mehr …)

Januar 2021

BergAnsichten: Alpine Mobilität – Was Bergbahnunternehmen tun können und sollen.

Kommentar von Edgar Grämiger in Internationale Seilbahn-Rundschau 6/2020 ISR

WÄHREND DIE WELT endlich begreift, welche Vorteile Strom gegenüber Diesel und Co. hat, ist der Elektromotor am Berg schon seit vielen Jahrzehnten Realität – Bergbahnunternehmen sind Pioniere der ökologischen Elektromobilität. Oder könnten es sein …, denn noch dominieren große Parkplätze mit „fossil betankten“ Autos zur sehr das Image. Erst durch die proaktive Mitgestaltung von durchgängigen modernen Mobilitätslösungen wird sich dieses Bild verändern!


Es stimmt schon, die Analysen zum CO2-Ausstoß eines Skiausflugs zeigen, dass der Aufenthalt am Berg (Lift, Pisten, Beschneiung, Gastronomie) nur einen geringen Teil ausmachen und die Anreise mit 75 bis 80% des gesamten CO2-Ausstoßes zu Buche schlägt. Doch heißt dies nicht, dass die Bergbahnen damit „aus dem Schneider“ sind. Der Aufenthalt am Berg ist das Hauptmotiv der Reise, woraus eine Mitverantwortung für die gesamte Customer Journey entsteht.

(mehr …)

November 2020

Kapazitätsbeschränkung in Schweizer Skigebieten über die Weihnachtstage

von: Michael Hartmann und Edgar Grämiger


grischconsulta hat die Auswirkungen auf Ersteintritte und Umsätze einer Kapazitätsbeschränkung in Skigebieten am Beispiel eines mittelgrossen Skigebietes (ca. 45 Pistenkilometer) untersucht. Dafür haben wir die beiden vom Bundesrat vorgeschlagenen Varianten zur Kapazitätsbeschränkung für Skigebiete für den Zeitraum vom 24. Dezember bis zum 6. Januar (14 Tage) analysiert.

(mehr …)

November 2020

BergAnsichten: Wieso uns die Pandemie besser macht.

Kommentar von Edgar Grämiger in Internationale Seilbahn-Rundschau 5/2020 ISR

ANFANG OKTOBER 2020: Ob, wann und wie der Skibetrieb in diesem Winter funktioniert, ist für einige Bergbahnunternehmen leider immer noch unklar. Jetzt sind unternehmerische Eigenschaften wie Weitsicht, Flexibilität und eine gewisse Risikobereitschaft gefragt. Die Entscheider müssen Herz und Verstand in dieser ungewissen Situation elastisch halten. Unkomplizierte pragmatische Kooperationen im Denken und Handeln sind gefragt.


„Das schöne Skierlebnis“ ergibt sich bekanntermassen erst durch das gelungene Zusammenspiel der Akteure. Es ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg im kommenden Winter, dass sich die Gäste auch an den Schnittstellen der Leistungsträger wohl und sicher fühlen. Schutz- und Hygienekonzepte müssen dies berücksichtigen. Unabhängig davon, wo es zu Infektionen kommt – in jedem Fall leidet das Image der gesamten Destination, mit allen Leistungsträgern. Animositäten oder Gärtchendenken haben keinen Platz mehr. Besser eine örtliche Arbeitsgruppe einsetzen, welche gemeinsam kreative Ideen entwickelt und anpackt.

(mehr …)

Datenschutz

Wir freuen uns, Sie auf unserer Seite begrüssen zu dürfen. Hier vorab noch einige Informationen zum Datenschutz:
Formulare
Informationen, die Sie über Formulare dieser Seite absenden, werden von uns gespeichert. Spezifische Informationen über die Datennutzung finden Sie beim jeweiligen Formular.
Cookies
Diese Webseite verwendet Cookies und andere ähnliche Technologien zur statistischen Auswertung der Seitennutzung und der Bereitstellung bestimmter Funktionen.

Newsletter